Partizipation - gemeinsam Zukunft gestalten
Challenge

Herausforderung

Worum ging es?

Wie können wir die Bevölkerung dafür gewinnen, gemeinsam mit uns (dem Bezirksrat = Executive) die Zukunft unseres Dorfes zu entwickeln?

Die Kundin

Bezirk Oberegg AI

Methoden

#Art of Hosting   #Grossgruppen   #Prozessdesign   #Zukunftskonferenz   #Projekt-Startup   #Partizipation   #Designing for wiser Action

Jahr

2018

Ergebnis

Die Ernte

Ergebnis

Eine Geschichte

Einblicke

Geschichte

Der Bezirksrat von Oberegg ist ein engagiertes Gremium, bestehend aus 7 Personen. Sie wollten die künftige Entwicklung des Dorfes Oberegg aktiv anpacken. Ihnen war wichtig, die Bevölkerung von Anfang an mit einzubeziehen. Als wir ihnen davon erzählten, dass in einem Beteiligungsprozess auch sehr viel Eigeninitiative entstehen könne, waren sie noch etwas skeptisch, aber bereit, das Experiment zu wagen.

Nach einer sorgfältigen Auftragsklärung haben wir eine Spurgruppe zusammengestellt. Sie besteht aus Menschen aller Zielgruppen, die wir erreichen wollten. So setzte sich die Gruppe schliesslich aus Menschen aus Gastronomie, Landwirtschaft, Schule, Kirche, älteren und jüngeren Generationen, Eltern und allen Wohnquartieren zusammen. Mit ihnen zusammen haben wir die Zukunftswerkstatt vorbereitet, ein Grossgruppenformat von einem Tag, zu dem die ganze Bevölkerung eingeladen war.

Am 6. Mai 2018 strömten rund 70 Personen in den Saal. Der Bezirkshauptmann begrüsste die Teilnehmen und einige Schulkinder präsentierten ihre Träume und Wünsche für die Zukunft von Oberegg. In wechselnden Kleingruppen erarbeiteten die Teilnehmenden die Schatten- und Sonnenseiten von Oberegg, entwickelten eine Vision für das Dorf und leiteten Handlungsfelder ab. In diesen Handlungsfeldern skizzierten sie abschliessend Projektideen, die sie für eine lebenswerte Zukunft in Oberegg umsetzen wollten. Inspiriert, belebt und müde verabschiedeten wir uns an jenem Tag. Alle waren gespannt, ob und wie es nun weitergeht.

Rund 3 Wochen später traf sich die Spurgruppe und einige Ideenträger*innen zur Auswertung. Wir haben die Ergebnisse validiert und die Projektideen priorisiert. In unseren Augen macht es wenig Sinn, gleichzeitig zuviele Projekte umsetzen zu wollen. So entschied sich die Gruppe dafür, von den 9 Projektideen 5 weiter zu konkretisieren und umzusetzen. Sie haben nächste Schritte vereinbart und Projektgruppen zusammengestellt.

Die 5 Projektgruppen haben selbstorganisiert gearbeitet und ihre Ideen weiterverfolgt. An der Ergebnispräsentation im November 2018 haben sie den Stand der Umsetzung aufgezeigt. Zwei Projekte – der Mittagstisch für Schulkinder und eine Mitfahr-App – waren bereits umgesetzt!

Nun waren auch die Skeptiker*innen überzeugt: Das Feuer war entfacht und wurde genährt. Viele Menschen haben für das Zusammenleben im Dorf Verantwortung übernommen und zusammen mit Gleichgesinnten angepackt.

Die Mitfahr-App stiess übrigens auf grosses Interesse auch in den umliegenden Gemeinden und wurde bereits ausgebaut.

Stimme

Eine Stimme

„Anfänglich war ich skeptisch, ob es gelingt, die Einwohner*innen zur Mitgestaltung des Dorfes zu gewinnen. Ich bin überwältigt, welches Engagement entstanden ist und freue mich sehr darüber. Nun sind wir im Bezirksrat gefordert, die Projektgruppen zu begleiten und ihnen falls nötig, Türen zu öffnen.“

Prozess

Prozess

Der gemeinsame Weg

Auftragsklärung

Gemeinsam mit dem Bezirksrat haben wir den Rahmen für den Beteiligungsprozess geklärt: Was ist unsere Intention? Was wollen wir bewirken? Wer hat im Prozesse welche Rolle?

Schritt 1

Prozessdesign

Wir haben ein Prozessdesign erstellt. Es gibt Antwort auf die Frage, wer wann in welcher Frage einbezogen wird und was mit den Ergebnissen des jeweiligen Prozessschrittes geschieht.

Schritt 2

Bildung einer Spurgruppe

Die Spurgruppe bildet idealerweise das ganze System ab, welches wir in den Prozess einbinden wollen. Deshalb ist sie möglichst divers zusammengesetzt. 

Sie organisierte mit uns zusammen die Beteiligungsveranstaltungen und stellte die Vernetzung zu den Zielgruppen sicher.

Schritt 3

Durchführung der Zukunftswerkstatt

Rund 70 Personen haben an einem Samstag die Sonnen- und Schattenseiten der Gemeinde herausgearbeitet, Leitsterne und Handlungsfelder für die Entwicklung formuliert und erste Ideen für deren Umsetzung skizziert.

Schritt 4

Aufarbeitung der Ergebnisse und Kickoff der Projektgruppen

Die Spurgruppe und weitere Interessierte haben mit uns die Ergebnisse validiert.

Gleichzeitig sind 5 Projektgruppen gestartet, um Ideen, die an der Zukunftswerkstatt entstanden sind, selbstorganisiert umzusetzen.

Schritt 5

Ergebnispräsentation

Etwa 4 Monate nach der Zukunftswerkstatt haben wir der interessierten Bevölkerung die Ergebnisse und den aktuellen Stand der Projekte präsentiert und um Feedback gebeten. Die Ergebnispräsentation bot auch Gelegenheit für Interessierte, in laufende Projekte einzusteigen.

Schritt 6
Zahlen
0
Zukunfts-werkstatt
0
Beteiligte
0
Projekte umgesetzt

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