Aus unserer Toolbox

Check-in und Check-out – schlicht unverzichtbar

Wir wenden Check-in und Check-out bei jedem Treffen an. Zunehmend auch im privaten Kontext. Warum das «Tool» für uns so wichtig ist, erfährst du in den folgenden Zeilen.

Worum geht es?

Check-in und Check-out beginnt sich in vielen Teams und Organisationen zu etablieren und wir sehen viele unterschiedlich Formen davon.

Für uns liegen Sinn und Zweck von Check-in und Check-out darin, anwesend zu werden. Es setzt voraus, dass wir die Menschen zu einem Meeting einladen wollen nicht «nur» in ihrer Funktion, sondern mit Kopf, Herz und Hand.
→ Menschenbild

Nebst dieser individuellen Ebene dient das Check-in aber auch der Gemeinschaft. Es erlaubt der Gruppe, mit dem Sinn und Zweck des Zusammenkommens in Verbindung zu kommen sowie die Verbindung untereinander zu stärken. Damit ist das Check-in für uns eine schöne Gelegenheit, um in einer Gruppe das gegenseitige Vertrauen wachsen zu lassen und zu stärken.

Ein Check-in fällt umso verbindender und tiefer aus, je mehr die Menschen bereit sind, sich gegenseitig zu öffnen. In der Moderation kann ich Tiefe reinbringen, wenn ich selber mit gutem Beispiel vorangehe und mit dem Check-in starte und mich selber entsprechend öffne.

Achtung: In Organisationen oder Teams, in denen es ungewohnt ist, über Gefühle und Wahrnehmungen zu sprechen, lohnt es sich, das im Intro bzw. Opener bereits anzusprechen.

Wie wenden wir Check-in und Check-out an?

Wir starten jedes Treffen mit einem Check-in und enden jedes Treffen mit einem Check-out. Die Dauer von Check-in und Check-out steht dabei in einer sinnvollen Relation zur Dauer des ganzen Meetings.

Das Check-in dient, wie oben beschrieben, dem Anwesend-Werden, dem An- und Zusammenkommen, der Verbindung mit dem Sinn und Zweck des Treffens, dem Gesehen-Sein, der gegenseitigen Verbindung.

Das Check-out dient dem gemeinsamen Abschliessen und abrunden, sowohl auf sachlicher als auch auf emotionaler und sozialer Ebene. Es kann gleichzeitig auch der Auswertung des Treffens dienen.

Was braucht es dazu?

  • Zeit: 3-30 Minuten. Abhängig von der Dauer des Treffens und der Anzahl Personen.
  • Anzahl Personen: 2 – 40. Bei einer höheren Anzahl Teilnehmenden würden wir in der Regel eher mit Soziogrammen arbeiten. Aber in speziellen Fällen, wo das Check-in auch wesentliche Inhalte des Treffens abdeckt, ist auch ein Check-in mit mehr Personen machbar.
    → Soziogramme.
  • Material: eine kraftvolle Frage, wie z.B.:
Wie bist du gerade hier?
check-in
Was muss heute passieren, damit es für dich ein gelungenes Meeting ist?
check-in
Welche Superpower bringst du in diesen Kreis?
check-in
Was wirst du jetzt umsetzen?
check-out
Was hast du in diesem Meeting gelernt?
check-out
Wie wirst du zu Hause über das heutige Meeting erzählen?
check-out
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Schritt für Schritt

Es gibt ganz unterschiedliche Formen von Check-in und Check-out. Beides findet im Kreis statt.

Wir unterscheiden folgende Formen:

  • Jede*r spricht, reihum entsprechend der Sitzordnung. Wenn jemand passen will, kann er / sie das. Die Moderation fragt am Schluss nochmals nach, ob die Person sich noch äussernn will bzw. kann.
  • Jede*r spricht, Popcorn. In diesem Form gibt es keine vorgegebene Reihenfolge. Alles andere ist gleich wie oben.
  • nonverbale Varianten: Die Menschen äussern sich in Form einer Bewegung, eines Handzeichens, eines Geräusches. Weitere Beispiele: gemeinsam Klatschen, ein Lied singen, sich gegenseitig auf die Schulter klopfen, ….

Woher stammt die Methode?

Check-in und Check-out sind eine Form des Kreises bzw. der Kreismoderation.
→ Kreis

Wir kennen die Methode aus dem Kontext und der Methodenpalette von
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